integration ausländischer Mitarbeiter

4 Prinzipien zur Integration ausländischer Mitarbeiter

Ist Integration nicht auch ein Stück weit die Bemühung in Richtung Konformität? Wie darf Vielfat zum Ausdruck kommen?

 

Viele Fälle von Konformität im täglichen Leben sind das Ergebnis der Kombination von Normeneinfluss und Informationseinfluss: Das Bedürfnis der Menschen nach Zuneigung und Akzeptanz bringt sie dazu sich an eine bestimmte Referenzgruppe zu wenden um Informationen über die angemessenen Einstellungen und das korrekte Verhalten zu erlangen (Zimbardo, Gerrig, Psychologie, 16. Auflage, 2004, S. 760).

Dies lässt sich auf Organisationsformen wie Unternehmen übertragen. Was genau ist unternehmenskonform? Welche sind die Unternehmenswerte? Kann ich mich damit abfinden? Verändern sich diese Unternehmenswerte mit der Zeit? Ja, weil sich die Welt ständig verändert. Globalisierte Wirtschaftsströme, internationalisierte Wirtschaftsbeziehungen, Unternehmensfusionen aber auch Migrationsströme prägen die Rahmenbedingungen in Management und Belegschaft, die menschliche Interaktion und letztendlich die Unternehmenskultur aller Unternehmen, wenn auch mit verzögertem Einfluss.

Um Mitarbeiter richtig und wertschätzend aufzunehmen bzw. um als Expatriate in die fremde Kultur gut hineinzukommen können folgende 4 Prinzipien nicht schaden. Und das Schöne ist: diese allgemeinen Prinzipien beruhen auf persönlichen Eigenschaften, die sich im Coaching gut antrainieren lassen.

1. Respekt vor Andersdenkenden

Eine freundliche Gesinnung des Managements gegenüber Minderheiten ist von Vorteil. Der Ranghöchste müsste als Vorbild dienen d.h. diesen Respekt mittragen und positive Anreize setzen. Respekt darf nicht zur Verleugnung der eigenen Werte führen, denn Respekt unterscheidet sich von bedingungsloser Zustimmung.

Dadurch können Irritationen und Unstimmigkeiten versachlicht um anschließend in Ruhe geklärt zu werden.

Das Aufeinandertreffen verschiedener Perspektiven kann immerhin einen interessanten Denk –oder Kreativitätsprozess anstoßen.

2. Geduld und Diplomatie

Die Bereitschaft etwas ruhig abzuwarten, einen Satz oder Zweifel auf sich wirken zu lassen, nachzufragen, eine voreilige Reaktion zu unterdrücken, all das dient der gegenseitigen Verständigung. Es entsteht Raum für den Austausch. Es entsteht der Raum in dem Anforderungen oder Lösungen „reingestellt“ und überprüft werden können. Somit ist der Weg für eine Integration im Sinne der Unternehmens- bzw der Gesellschaftskultur geebnet.

3. Sich kulturelles Wissen aneignen

Verhaltensmuster kennen und erkennen, z.B. durch Weiterbildung, Länderreportagen, neugieriges Bereisen der Länder und natürlich durch interkulturelles Training.

4. Gemeinsam Veranstaltungen besuchen oder organisieren

Sich außerhalb des täglichen Arbeitsumfeldes treffen, zum Sport, zum Grillen, zum Museumsbesuch, zur Kulturveranstaltung, fördert eine neue Art miteinander umzugehen. Der Rahmenwechsel sowie der Einsatz anderer Skills ermöglicht es, sich besser auf einer sozialen Ebene kennen zu lernen, fernab des Arbeitstrotts.

 

© Foto: J.-Frédéric Kaertner / Privat

Veröffentlicht von

J.-Frédéric Kaertner

J.-Frédéric Kaertner ist Autor beim Weka-Media Verlag und bekannt aus ELUCYDATE®. Er ist NLP-Master nach DVNLP und zertifizierter Personality Coach nach der Paracelsusschule. Sein Schwerpunkt liegt auf der Stärkung des Wettbewerbsvorteils interkulturelle Kompetenz im Beruf.