Interkulturelle Kompetenz – Mehr als Knigge

Im Interview im Schweizer Magazin „Miss MoneyPenny“- Special Interkulturelle Kompetenz

Interkulturelle Kompetenz – braucht es das wirklich? Um es vorweg zu nehmen: ja unbedingt. Wer mit kulturellen Unterschieden umgehen kann, erreicht seine beruflichen Ziele leichter. So die Überschrift von Stefanie Zeng, Chefredakteurin der Schweizer Fachzeitschrift für Office Manager/-innen und Assistent/-innen „Miss MoneyPenny“ ,die mir die Gelegenheit gab das Thema interkulturelle Kompetenz im Beruf sowie die Cultural-Awareness-Methode, im Interview zu beleuchten.

Hier ein Ausschnitt aus dem Interview:


Blick durch die kulturelle Brille

Doch wie genau geht das mit der interkulturellen Kompetenz? Zuerst einmal, so Kaertner, sei es wichtig zu verstehen, dass wir die Dinge nicht so sehen wie sie sind, sondern wie wir sind. Dieses Zitat der amerikanischen Schriftstellerin Anaïs Nin bedeutet: Wir alle tragen gleichzeitig eine kulturelle Brille und eine persönliche Brille, sind geprägt von unseren ¬guten und schlechten Erfahrungen, Vorurteilen, Glaubenssätzen und sehen deshalb nur einen Teil der Realität. Und zwar unsere eigene. Wir selbst sowie auch unser Gegenüber sind also nicht ganz objektiv, deshalb ist interkulturelle Kommunikation eine ganz individuelle Herausforderung, bei der Sprache und Knigge eine Nebenrolle spielen. Nur wer das verstehe, könne sich letztlich auch in Menschen anderer Kulturen hineinversetzen und ein Gespür für die sichtbaren und unsichtbaren Unterschiede in Kommunikation und Verhalten entwickeln. Grundsätzlich unterscheidet Kaertner zwischen den materiellen und den immateriellen Faktoren einer Kultur. Das Materielle ist alles, was man mit den Sinnen wahrnehmen kann, also sieht, hört, riecht, schmeckt und fühlt, das sind unter anderem die Umwelt, die Architektur, die Speisen, die Sprache und Musik, Kleidungsstücke, die Art, wie Menschen miteinander kommunizieren, deren Mimik, Ernsthaftigkeit oder Leichtigkeit. Das Immaterielle sind die Fähigkeiten, die Überzeugungen, die Werte, der Glaube und die Identität. Ist uns eine Kultur sympathisch, können wir uns mit den materiellen Aspekten gut anfreunden, dann verschaffen wir uns einen besseren Zugang zum immateriellen Aspekt, der die Qualität der Kommunikation prägt, wir schärfen somit unsere kulturelle Sensibilität – Cultural Awareness – und interkulturell kompetent sein, fällt dann leichter. «Doch interkulturelle Kompetenz bedeutet auf keinen Fall, dass man alles an der anderen Kultur toll findet und sich verleugnen muss. Aber dank IK könne jeder zumindest eine Zeit lang Ressourcen in sich ¬aktivieren, um sich im Umgang mit Menschen einer anderen Kultur wohl genug zu fühlen.


Das ganze Interview können Sie in der Printausgabe 3/2019 oder auf dem Blog von Miss MoneyPenny unter dem Link https://www.missmoneypenny.ch/article/mehr-als-knigge lesen.

 

Cover Miss Money Penny Interkulturelle Kompetenz - mehr als Knigge

© Foto JF Kaertner: Abbild des Magazins „Miss MoneyPenny“ Ausgabe 3/2019, Verlag ALMA Medien AG Zürich

Kommunikationskompetenz stärken im Berufsalltag

Kommunikationscoaching stärkt die Kommunikationskompetenz

Kommunikationskompetenz versetzt in die Lage, Kommunikationsprobleme vorauszusehen, Störungen in der Kommunikation wertschätzend zu lösen, und trägt zur Verständigung bei. Kommunikationscoaching befähigt dazu, die Schlüsselqualifikation Kommunikationskompetenz, auch kulturübergreifend, als einen kontinuierlichen Lernprozess selbstständig auszubauen, um so nachhaltig Erfolg zu erzielen. Außerdem werden Kommunikationsprobleme und -störungen sowie Fehlentscheidungsrisiken im Berufsalltag gemindert.

Wann wird die Kommunikation zum Problem?

Wenn man sich auf eine Begriffsdefinition festlegen möchte, dann ist „Kommunikation (lat. communicatio, ‚Mitteilung‘) (…) der Austausch oder die Übertragung von Informationen, die auf verschiedenen Arten (verbal, nonverbal) oder verschiedenen Wegen (Sprechen, Schreiben) stattfinden kann.

Kommunikation ist alltäglich und verläuft scheinbar selbstverständlich, sodass sie nicht weiter problematisch erscheint. Für die meisten Situationen reicht dies auch aus; es wäre zu aufwendig, die eigene Kommunikation ständig zu hinterfragen. Erst bei Missverständnissen und Misserfolgen, die mit Kommunikation in Zusammenhang gebracht werden können, wird Kommunikation problematisiert. In der wissenschaftlichen Behandlung von Kommunikation (…) wird die Frage gestellt, wie Kommunikation erklärt werden kann; unter welchen Bedingungen sie abläuft; was Kriterien für Kommunikationserfolge sind; und wie verlässliche Modelle erstellt werden können, aus denen sich Vorhersagen und Handlungsanweisungen ableiten lassen.“ (1)

Kommunikation über Kulturgrenzen hinweg kann eine zusätzliche Herausforderung sein

Vor allem im interkulturellen Kontext, zwischen Menschen, die in unterschiedlichen kulturellen Milieus sozialisiert wurden, verlieren Kommunikationsmodelle ihre allgemeine Gültigkeit, zumal jeder Beteiligte eigene Erfahrungen sowie sein kulturelles Kommunikationssystem mit seinem Wahrnehmungsfilter in den Kommunikationsprozess mit einfließen lässt.

Zum Beispiel beruht interkulturelles Lernen auf der Prämisse, dass jede an einem Kommunikationsprozess beteiligte Person unbewusst ihr eigenes kulturgeprägtes Wahrnehmungs-, Denk- und Wertesystem in die Interaktion mit anderen mit einbringt und dieses nicht relativiert (2), wodurch weitreichende Kommunikationsstörungen u.a. im Berufsalltag entstehen können. Dies belegt den persönlichen Charakter interkultureller Herausforderungen.

Kommunikationprobleme vorbeugen und lösen

Kommunikationscoaching mit neurolinguistischer Programmierung, kurz NLP, ist besonders wirksam, kulturübergreifend und hält nachhaltig an. Fernab von kulturellen Vorurteilen und Stereotypen trägt es zur Steigerung der interkulturellen Kompetenz bei.

Es gelten hierbei die fünf Axiome der Kommunikation von Paul Watzlawick:

  • Man kann nicht nicht kommunizieren.
  • Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.
  • Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung.
  • Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten.
  • Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär. (3)

Die Coaching-Intervention basiert auf folgenden Prämissen:

  1. Alles Verhalten lässt sich aus menschlichen neurologischen Prozessen des Sehens, Hörens, Riechens, Schmeckens, Berührens und Empfindens ableiten.
  2. Menschen benutzen Sprache, um Gedanken und Verhalten zu organisieren, sich anderen mitzuteilen und miteinander zu kommunizieren.
  3. Menschen organisieren Gedanken und Handlungen so, dass bestimmte Ergebnisse erzielt werden.

Im Kommunikationscoaching mit NLP beschäftigen wir uns mit der subjektiven Wahrnehmung von Menschen, beleuchten verbale und nonverbale Kommunikationsmuster und geben Anstöße für neue, adäquate Handlungsweisen, um u.a. durch eine verbesserte Kommunikationskompetenz, Kommunikationsprobleme zu vermeiden und auszuräumen.

(1) Wikipedia, Artikel „Kommunikation“.
(2) Vgl. Wikipedia, Artikel „Interkulturelles Lernen“.
(3) Internetsite www.paulwatzlawick.de.


Foto © J.-Frédéric Kaertner Austellung „Nissa La Bella For Ever“ Werk von Richard Mas